Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Artikel

Warum gerade Rot-Grün die No-Billag-Initiative unterstützen sollte

Zwar wurde die No-Billag-Initiative weitgehend aus Kreisen der Jungen FDP und der Jungen SVP lanciert, doch ihr Kernanliegen entspricht nicht nur dem dort vorherrschenden liberalen Denken, sondern auch dem sozialdemokratischen Ruf nach Gerechtigkeit, vor allem in Steuerfragen. Es wird spannend sein zu beobachten, ob und inwiefern die Rot-Grünen es schaffen, ihre Staatsgläubigkeit mit ihrem Gerechtigkeitsanspruch konstruktiv zu vereinen.

CNN sagt: SRG ist kein nationales Medium -- und hat Recht

In einem Interview in der Bilanz äussert sich Andrew Morse, Leiter 
internationale Partnerschaften bei CNN, zum Markteintritt von CNNMoney in der Schweiz. Darin sagt er: ... in der Schweiz gibt es keine landesweiten Medien". Zwar behauptet die SRG immer wieder, als nationales Medienunternehmen für den Zusammenhalt ("Kohäsion") in der Schweiz unabdingbar zu sein. Doch der Blick des Amerikaners auf die Schweiz stimmt. Was die SRG bietet, sind sprachregionale Angebote, die keine nationale Dimension haben. Damit trägt der Staatssender nicht der Kohäsion, sondern der Segregation bei.

SRG und die neue Sportwelt: Chancenlos solange die Politik dreinredet

Die SRG hat die Übertragungsrechte für die Champions League an Teleclub (gehört Cinetrade, gehört Swisscom) verloren, und nun werden die Rufe nach der Abschaffung oder Reduzierung der Billag-Gebühren lauter und zahlreicher. Denn wenn für Fussball extra zu bezahlen ist (Pay-TV), soll der Preis für die SRG, wo Fussball bisher zu sehen war, sinken. Solche Logik ist nachvollziehbar, greift aber zu kurz.

Dürfen die öffentlich-rechtlichen noch Sport? Neue Marktchancen für Sport-Verbände dank neuen Anbietern

Auf Medienwoche.ch befasst sich Adrian Lobe mit der zunehmenden Kommerzialisierung der Sportübertragsungsrechte, vor allem aus bundesdeutscher Sicht. Er fragt: “Hat das öffentlich-rechtliche TV-Modell ausgedient? Im Sport- und Unterhaltungsbereich sind die Zeichen der Machtverschiebung nicht zu übersehen: Pay-TV statt Free TV. “ Immerhin stellt er dann im zweitletzten Abschnitt noch den irreführenden Begriff ‘Free-TV’ klar: “Der Vormarsch der Streaming-Dienste könnte das Ende des Free TV besiegeln – wobei das auch immer eine Illusion war, weil sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk über Gebührengelder, die faktisch eine Zwangsabgabe sind, finanziert und die Privatsender sich über Werbung finanzieren.”

Nationalrat auf Irrwegen: SRG entstaatlichen und nicht weiter verstaatlichen

Da hat der Nationalrat mit 99 zu 78 Stimmen einer Initiative von SVP-Nationalrat Gregor Rutz zugestimmt, die verhindern will, dass sich die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) weiter ausbreitet.