Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Im Fokus:

93solid: Ein neuer Medienartikel 93 in der Verfassung
  • Keine Zwangsgebühren, aber verfassungsmässige Grundlagen für Mediensteuer-Modelle
  • Keine Subventionen für Sender, aber Leistungsaufträge und Fördergelder für Medienproduktionen
  • Keine reine Bundeshoheit, aber Mitwirkung für Kantone und Gemeinden
  • Keine radikalen Einschnitte, aber eine allseits verträgliche Umsetzung.
→ NZZ-Artikel «No Billag» heisst «Yes, SRG»
  • Service public ohne Mediensteuer
  • Ein privates Gebührenmodell
    mittels Pay-TV

→ Grundsätze für eine Medienordnung im 21. Jahrhundert
  1. Eigenverantwortliche Kommunikation
  2. Privatwirtschaftliche Medienunternehmen
  3. Infrastruktur als Staatsaufgabe

Artikel

No-Billag heisst Yes-SRG: Einfaches Pay-TV anstatt Billag

Eine gebührenfreie SRG wird vorab Wege finden müssen, Beiträge beim Publikum einfach und wirksam einsammeln zu können. Hier hilft die gute Verkabelung in der Schweiz, wo sich Swisscom-TV mit den Kabelnetzbetreibern, vorab der Cablecom, seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern und gemeinsam auf eine Durchdringung von über 90 Prozent kommen.

Gegenvorschlag: Dem “Fluch des kleinen Marktes” begegnen

Weil der schweizerische Medienmarkt unter dem “Fluch des kleinen Marktes” leidet, ist es oft schwierig, gute Medienproduktionen einzig über Werbung, Sponsoring und Gönner zu finanzieren. Hier räumt der Gegenvorschlag dem Bund Handlungskompetenz ein und regelt auch die dazu nötige Finanzierung.

No-Billag heisst Yes-SRG: zeitgemässes Marketing anstatt Konzessionsvorgaben

Eine gebührenfreie und vom Staat weitgehend entkoppelte SRG, wird als Unternehmen tun können, was ihr bislang weitgehend verwehrt war: Um ihren Erfolg am Markt zu steigern, wird sie zeitgemässes Marketing betreiben können. Das betrifft vorab die Produkt- und Preisgestaltung, wo flexibel und agil auf neue Bedürfnisse eingegangen werden kann, ohne wie bisher damit erst bei der Konzessionsbehörde vorstellig werden zu müssen.

No-Billag heisst Yes-SRG: Grosse Chance

Wird das Anliegen der No-Billag-Initiative angenommen, wird die SRG mit Ihren Unternehmenseinheiten zu einem gewöhnlichen Medienunternehmen, das sich am Markt bewähren und dort seine Einnahmen erwirtschaften muss. Das ist für die SRG eine grosse Chance. Denn ihre Unternehmenseinheiten, vorab SRF, RTS und RSI, sind bei der Bevölkerung gut verankert und geniessen viel Goodwill. Seit Jahren belegen Studien zur Nutzung und Bewertung der Schweizer Radio- und TV-Programme im Auftrag des Bundesamtes für Kommunikation, BAKOM, hohe Akzeptanzwerte der SRG-Angebote im Bereich von 80 Prozent. Insbesondere bei den Aspekten der Professionalität, des Informationsgehalt und der Glaubwürdigkeit.