Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Im Fokus:

→ Ein Plan B für die SRG nach No-Billag
  1. Die SRG braucht (nur) ein neues Inkasso-Modell
  2. Die SRG bleibt schweizerisch und sendet in allen Landesgegenden
  3. Die SRG strafft ihr Angebot so, dass sie wachsen kann
  4. Die SRG ändert ihre Strukturen so, dass sie an der Börse Kapital beschaffen kann
  5. Eine neue Medienpolitik schafft geeignete Rahmenbedingungen

→ NZZ-Artikel «No Billag» heisst «Yes, SRG»
  • Service public ohne Mediensteuer
  • Ein privates Gebührenmodell
    mittels Pay-TV

→ Grundsätze für eine Medienordnung im 21. Jahrhundert
  1. Eigenverantwortliche Kommunikation
  2. Privatwirtschaftliche Medienunternehmen
  3. Infrastruktur als Staatsaufgabe

Fake News sind Fake News

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Seit etwa einem Jahr treiben sie ihr Unwesen: Fake News. Was heute undifferenziert so bezeichnet wird, dafür gibt es seit längstem diese separaten Begriffe:

Falschmeldung: Schon immer wurde versucht, mit falschen Informationen den Gegener in die Irre zu führen. Dafür ist der Begriff fake news an zutreffendsten. 
Propaganda: Seit jeher wurden Fakten und Argument unter- oder überbetont, um eigene Standpunkte in den Vordergrund zu rücken. Auch das wird heute zunehmend als Fake News bezeichnet.
Meinung: Und selbst wer sich heute von einem Argument oder einer Tatsache distanzieren will, sagt dazu: "das ist Fake News" und nicht einfach: "Ich bin anderer Ansicht" oder: "Ich habe eine andere Meinung".
Wer den Begriff Fake News so inflationär gebraucht, trägt seiner Verbreitung bei und erschwert dadurch die ewigliche Herausforderung, den Wahrheitsgehalt neuer Informationen verlässlich einschätzen zu können. Deshalb: Fake News sind (all zu oft) Fake News. Will heissen: Oft wird als Fake News bezeichnet, wo gar keine eigentlichen Fake News drin sind. 
Doch wann sind Falschmeldungen wirklich falsch? Wenn sie nicht mit einer vorherrschenden Weltanschauung übereinstimmen? Was für den einen falsch ist, kann so betrachtet für die andere richtig sein -- weil Teil ihrer Wirklichkeit. Das Internet hat nicht nur eine Informationsflut beschert, sondern auch eine nie da gewesene Vielfalt. Wir müssen erst lernen, damit sowohl tolerant wie auch kritisch umzugehen. Es gewinnt, wer aus den analogen Wissensgefängnisse mit verlässlichen Fakten-Mauern ausbrechen kann und sich in einer digitalen Multidimensionalität mit einer Vielzahl teilweise widersprüchlicher Informationen fluid entfaltet. Besonders gefordert ist hier, wer im Medienbereich tätig ist. Es braucht recht eigentlich eine neue Aufklärung, die dem globalen Netzwerk gerecht wird. Die Evolution geht weiter...
by-nc-sa
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