Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Im Fokus:

→ Ein Plan B für die SRG nach No-Billag
  1. Die SRG braucht (nur) ein neues Inkasso-Modell
  2. Die SRG bleibt schweizerisch und sendet in allen Landesgegenden
  3. Die SRG strafft ihr Angebot so, dass sie wachsen kann
  4. Die SRG ändert ihre Strukturen so, dass sie an der Börse Kapital beschaffen kann
  5. Eine neue Medienpolitik schafft geeignete Rahmenbedingungen

→ NZZ-Artikel «No Billag» heisst «Yes, SRG»
  • Service public ohne Mediensteuer
  • Ein privates Gebührenmodell
    mittels Pay-TV

→ Grundsätze für eine Medienordnung im 21. Jahrhundert
  1. Eigenverantwortliche Kommunikation
  2. Privatwirtschaftliche Medienunternehmen
  3. Infrastruktur als Staatsaufgabe

No-Billag heisst Yes-SRG: Grosse Chance

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Wird das Anliegen der No-Billag-Initiative angenommen, wird die SRG mit Ihren Unternehmenseinheiten zu einem gewöhnlichen Medienunternehmen, das sich am Markt bewähren und dort seine Einnahmen erwirtschaften muss. Das ist für die SRG eine grosse Chance. Denn ihre Unternehmenseinheiten, vorab SRF, RTS und RSI, sind bei der Bevölkerung gut verankert und geniessen viel Goodwill. Seit Jahren belegen Studien zur Nutzung und Bewertung der Schweizer Radio- und TV-Programme im Auftrag des Bundesamtes für Kommunikation, BAKOM, hohe Akzeptanzwerte der SRG-Angebote im Bereich von 80 Prozent. Insbesondere bei den Aspekten der Professionalität, des Informationsgehalt und der Glaubwürdigkeit.

Ein überwiegender Grossteil des Publikums wird den SRG-Programmen die Treue halten. Viele dürften sich unter einem sozialen Druck wähnen, die Schweizer Programme über die Pay-TV-Angebote abonniert zu haben, um im Kollegen- und Verwandtenkreis weiterhin im Bild zu sein und nicht als “unschweizerisch” dazustehen. Diese SRG-Kunden werden verstehen und es erwarten, dass auch eine kommerzielle SRG ihren Wurzeln treu bleibt und in allen Landesteilen weiterhin ein adäquates Programm anbietet. Dass dabei die Angebote in der Westschweiz und im Tessin aus der Deutschweiz SRG-intern quersubventioniert werden, wird Konsumenten etwa ebenso Wunder nehmen, wie der Anteil für Grundlagenforschung, der im Zahnpastapreis miteinkalkuliert ist. Sie wird so weiterhin dem Zusammenhalt der vier Landesteile beitragen und ihr Alleinstellungsmerkmal, ihre Swissness, wo immer möglich betonen. Sponsoren werden Wert darauf legen, sich mit diesem guten Ansehen zu verbinden und werden die Produktion jeweils passender Sendungen unterstützen.

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