Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Im Fokus:

→ Ein Plan B für die SRG nach No-Billag
  1. Die SRG braucht (nur) ein neues Inkasso-Modell
  2. Die SRG bleibt schweizerisch und sendet in allen Landesgegenden
  3. Die SRG strafft ihr Angebot so, dass sie wachsen kann
  4. Die SRG ändert ihre Strukturen so, dass sie an der Börse Kapital beschaffen kann
  5. Eine neue Medienpolitik schafft geeignete Rahmenbedingungen

→ NZZ-Artikel «No Billag» heisst «Yes, SRG»
  • Service public ohne Mediensteuer
  • Ein privates Gebührenmodell
    mittels Pay-TV

→ Grundsätze für eine Medienordnung im 21. Jahrhundert
  1. Eigenverantwortliche Kommunikation
  2. Privatwirtschaftliche Medienunternehmen
  3. Infrastruktur als Staatsaufgabe

No-Billag heisst Yes-SRG: zeitgemässes Marketing anstatt Konzessionsvorgaben

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Eine gebührenfreie und vom Staat weitgehend entkoppelte SRG, wird als Unternehmen tun können, was ihr bislang weitgehend verwehrt war: Um ihren Erfolg am Markt zu steigern, wird sie zeitgemässes Marketing betreiben können. Das betrifft vorab die Produkt- und Preisgestaltung, wo flexibel und agil auf neue Bedürfnisse eingegangen werden kann, ohne wie bisher damit erst bei der Konzessionsbehörde vorstellig werden zu müssen.

Auch bei der Markenpflege und der Werbung wird Neues möglich, das bisher als Verschleuderung von Konzessionsgeldern gebrandmarkt worden wäre. Zukunftsträchtige Chancen eröffnen sich in der Unternehmensstrategie, wo ungehindert neue Wachstumsfelder angegangen werden können. Es wird möglich, über Kooperationen zu expandieren und zwar sowohl im In- wie auch im Ausland.

Dann ist Alles möglich: Dass die Privaten die SRG vereinnahmen, genauso wie das Gegenteil, dass die SRG die Privaten unter ihrem Konzerndach sammelt. Dass andere Player markant auftauchen, ist kaum absehbar. Ausländische Sender schöpfen bereits mit minimalem Aufwand über die Werbefenster Geld ab und sind kaum davon angetan, ihr Engagement im Inhaltsbereich zu vergrössern, um kaum entsprechend bessere Werbeeinnahmen zu erzielen. Und einheimische Medienhäuser sind im AV-Bereich einzig in Nischen unterwegs und können aus eigener Kraft kaum ein valables Konkurrenzangebot auf die Beine stellen. Deshalb sind Kooperationen in unterschiedlichster Ausgestaltung das Gebot der Stunde.

Es wird interessant sein zu beobachten, inwiefern traditionelle schweizerische Medienhäuser es schaffen, von ihrer lange gehegten Anti-SRG-Haltung abzurücken und jeweils situativ unterschiedliche Kooperationsmodelle umsetzen können. Die Admeira-Kooperation der SRG mit Swisscom und Ringier im Werbebereich kann so betrachtet ein erstes modellhaftes Beispiel sein.

by-nc-sa
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