Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Im Fokus:

→ Ein Plan B für die SRG nach No-Billag
  1. Die SRG braucht (nur) ein neues Inkasso-Modell
  2. Die SRG bleibt schweizerisch und sendet in allen Landesgegenden
  3. Die SRG strafft ihr Angebot so, dass sie wachsen kann
  4. Die SRG ändert ihre Strukturen so, dass sie an der Börse Kapital beschaffen kann
  5. Eine neue Medienpolitik schafft geeignete Rahmenbedingungen

→ NZZ-Artikel «No Billag» heisst «Yes, SRG»
  • Service public ohne Mediensteuer
  • Ein privates Gebührenmodell
    mittels Pay-TV

→ Grundsätze für eine Medienordnung im 21. Jahrhundert
  1. Eigenverantwortliche Kommunikation
  2. Privatwirtschaftliche Medienunternehmen
  3. Infrastruktur als Staatsaufgabe

SRG-Präsi trafögelt: NoBillag == NoSRG == NoGo -- keine Chance beim jungen Publikum

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Einer (im Netz [derzeit] nicht auffindbaren) von persoenlich.com zitierten Medienmitteilung zufolge, hat der neue SRG-Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina anlässlich der Generalversammlung der regionalen Trägerschaft SRG Bern Freiburg Wallis ordentlich trafögelt und den Untergang der SRG bei einer Annahme der NoBillag-Initiative beschworen:

 
Für Cina ist sie eine «grosse Gefahr» für die publizistische Qualität und den Qualitätsjournalismus in der Schweiz im Allgemeinen. «No Billag», so Cina, heisse «No SRG» und sei deshalb ein «No-Go». Das Medienunternehmen SRG mit seinen Leistungen sei auf kommerzieller Basis nicht zu betreiben.
 
Das sind Fake-News:
Qualitätsjournalismus (was immer darunter verstanden werden soll...) ist keineswegs Privileg der SRG oder öffentlich-rechtlicher Medienhäuser. Das können Private genauso. Zumal die SRG gemäss dem Geschäftsbericht 2016 einen "unbequemen Journalismus" zu ihrem Auftrag zählt. Wer solche Ziele hat, entfernt sich zwangsläufig von den gängigen Qualitätsvorstellungen.
Vor allem kann die SRG sehr wohl ohne Zwangsgebühren betrieben werden: Die Programme können einfach verschlüsselt ausgestrahlt werden und wer sie empfangen will, bezahlt ein Abo. Voll einfach, zumal in der Schweiz über 90 Prozent der Haushalte verkabelt sind und ein SRG-Abo bequem mit dem Anschluss begleichen könnten.
Cina sprich aber auch ein echtes Problem der SRG an:
«Die SRG muss auch vermehrt ein junges Publikum ansprechen.»
«Die Strukturen, der Werbemarkt, aber auch die Mediennutzung verändern sich. Neue Wettbewerber wie YouTube, Netflix, Facebook, Twitter, Amazon und andere wälzen die Marktbedingungen um und kontrollieren den Zugang zu Millionen oder gar Milliarden von Mediennutzern», wird Cina in der Mitteilung weiter zitiert.
Wenn die SRG sich dem Wandel widersetzt und anstatt über neue, gerechte und zukunftsträchtige Ertragsmodelle (wie Pay-TV) nachzudenken, auf Fundamentalpanik macht, wird sie auch kaum in der Lage sein, jüngeren Jahrgängen ein zeitgemässes und attraktiven Angebot zu machen. Zwar ist die Analyse und Erkenntnis offenbar vorhanden, doch die Unternehmenskultur lässt sich nur schwer ändern. Deshalb ist ein Ja zu NoBillag für die SRG mit der grossen Chance verbunden, sich als Unternehmen grundlegend zu ändern und so fit für die Zukunft zu werden. 
by-nc-sa
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