Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Im Fokus:

93solid: Ein neuer Medienartikel 93 in der Verfassung
  • Keine Zwangsgebühren, aber verfassungsmässige Grundlagen für Mediensteuer-Modelle
  • Keine Subventionen für Sender, aber Leistungsaufträge und Fördergelder für Medienproduktionen
  • Keine reine Bundeshoheit, aber Mitwirkung für Kantone und Gemeinden
  • Keine radikalen Einschnitte, aber eine allseits verträgliche Umsetzung.
→ NZZ-Artikel «No Billag» heisst «Yes, SRG»
  • Service public ohne Mediensteuer
  • Ein privates Gebührenmodell
    mittels Pay-TV

→ Grundsätze für eine Medienordnung im 21. Jahrhundert
  1. Eigenverantwortliche Kommunikation
  2. Privatwirtschaftliche Medienunternehmen
  3. Infrastruktur als Staatsaufgabe

Zeige Beiträge von Februar, 2018

Warum 200 Franken keine Lösung sind -- es braucht grundlegende Reformen

Die No-Billag-Initiative hat die Diskussion um den Service Public im Medienbereich in Gang gebracht. Sie hat gezeigt, dass Reformen, vor allem bei der SRG, auf breiter Front verlangt und unterstützt werden, allerdings will man dazu keine allzu radikalen Schritte. Wie immer das Abstimmungsresultat ausfällt, wird es angezeigt sein, diese Debatte um die Medienzukunft nicht (einzig) in den Bundes-Büros, sondern auf breiter Ebene fortzuführen. Mitunter wird eine Reduktion der Zwangsgebühren auf 200 Franken als Lösung gesehen, so wie dies etwa viele Exponenten der SVP propagieren. Doch es gibt zahlreiche Gründe, die gegen ein solches Vorgehen sprechen:

Die Top-100 der No-Billag Twitterer

Seit Wochen tobt der Abstimmungskampf um die No-Billag-Initiative, was sich besonders gut im Kurznachrichtendienst Twitter verfolgen lässt. Die folgende Rangliste zeigt, wer dabei besonders intensiv unterwegs ist. Allerdings berücksichtigt die Liste einzig quantitative Kriterien und keinerlei qualitativen Aspekte wie etwa die Ausrichtung als Befürworter oder als Gegner. Das Ganze ist somit vor allem ein vergnüglicher Unfug und allenfalls für Performance-orientierte Twitter-Insider interessant.

Was beim Lauberhornrennen und anderen Sportanlässen bei der SRG schief läuft und was zu ändern ist

Die Sportverbände haben keine Freude an der No-Billag-Initiative. Denn sie gefährdet eine jahrzehnte-alte Fehlentwicklung auf dem Buckel der Gebührenzahler: Für Veranstalter grösserer Sportereignisse ist es selbstverständlich, dass “das Fernsehen kommt” und gratis und franko darüber berichtet.

Warum sich immer mehr Deutsche weigern, die Zwangslizenzgebühr zu zahlen

Original-Quelle: Niederländische Journalismus-Stifung
In Deutschland nimmt die Kluft zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern und den Zuschauern zu. Die Bürger stecken in Gerichtsverfahren gegen die Regierung fest. Sie weigern sich, die obligatorische monatliche Lizenzgebühr zu zahlen. "Diese 17,50 Euro pro Monat sind zu einem Symbol für viele Menschen geworden, die gegen das System protestieren."