Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Im Fokus:

→ Ein Plan B für die SRG nach No-Billag
  1. Die SRG braucht (nur) ein neues Inkasso-Modell
  2. Die SRG bleibt schweizerisch und sendet in allen Landesgegenden
  3. Die SRG strafft ihr Angebot so, dass sie wachsen kann
  4. Die SRG ändert ihre Strukturen so, dass sie an der Börse Kapital beschaffen kann
  5. Eine neue Medienpolitik schafft geeignete Rahmenbedingungen

→ NZZ-Artikel «No Billag» heisst «Yes, SRG»
  • Service public ohne Mediensteuer
  • Ein privates Gebührenmodell
    mittels Pay-TV

→ Grundsätze für eine Medienordnung im 21. Jahrhundert
  1. Eigenverantwortliche Kommunikation
  2. Privatwirtschaftliche Medienunternehmen
  3. Infrastruktur als Staatsaufgabe

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Ein Plan B für die SRG nach No-Billag

Falls die No-Billag-Initiative angenommen wird, sieht das SRG-Top-Management keinen anderen Weg, als gleich den Laden dicht zu machen. Das ist einfallslos und muss nicht sein. Wir schlagen hier einen ganz einfachen Plan B vor. 

Dringend: Bundesgarantie um die SRG vor den Folgen der direkten Demokratie und dem Versagen des Parlaments zu bewahren

Wer anderen einen Schaden zufügt, muss dafür aufkommen -- das ist Anstand und Gesetz. Das gilt auch, wenn der Schaden durch Untätigkeit entstanden ist, etwa wenn ein Hausbesitzer seine Bäume so wachsen lässt, dass der Nachbar die Sonne kaum mehr zu Gesicht bekommt. Unsere Parlamentarierinnen und Parlamentarier unter der Bundeshauskuppel sind in genau dieser Situation. Bei der Beratung der No-Billag-Initiative, bei der es um die Abschaffung der Rundfunkgebühr geht, haben sie versagt.

Häppi Börsdei Billag: 20 Jahre sind genug -- besser wieder wie zuvor

Die Billag, die „Schweizerische Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren“ feiert heute, am 7. November,  ihren 20. Geburtstag und das still und leise ohne den mindesten Hinweis. Vor zehn Jahren gab es dazu noch eine stolze Medienmitteilung. Dass der 100 prozentigen Swisscom-Tochter nicht zum Feiern zu Mute ist, hat gute Gründe: Ihr Mandat hat sie in einem einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren an die Serafe AG verloren und mit der No-Billag-Initiative steht ihr Name im Schussfeld der Kritik. Aber schon zuvor war der Name Billag wegen der Überfälle der Billag-Kontrolleure und der mitunter folgenden Hausdurchsuchungen arg ramponiert.

Es geht auch ohne Werbung: So kann im Internet Geld verdient werden

Viele Zeitungsverlage haben Mühe, mit ihren Inhalten im Internet Geld zu verdienen: Paywalls und Abos bringen zu wenig, Werbung ist oft verpönt, wird deshalb immer häufiger blockiert und so schwinden die ohnehin geringen Einnahmen weiter. Kryptowährungen wie Bitcoin eröffnen nun einen neuen Lösungsansatz. Nicht indem damit bezahlt wird, sondern indem sie geschürft werden. 

SRG-Boss Marchand ist eine arge Fehlbesetzung und gehört sofort entfernt -- Bundesgarantie ist nötig

Der neue SRG-Generaldirektor Gilles Marchand erweist sich als gefährliche Fehlbesetzung und gehört sofort entfernt. In der aktuellen SonntagsZeitung sagte er, werde die No-Billag-Initiative angenommen, habe die SRG «wenige Monate, um ihre Aktivitäten einzustellen, die Produktion der Sendungen zu beenden und ihre Reinvestitionen im Bereich Kultur, Musik und Sport zu stoppen». Und weiter: «Dann löschen wir das Licht und schliessen die Studios.» Diese Haltung ist defä­tis­tisch und lässt keinen Willen erkennen, das Unternehmen in schwierigen Zeiten auf neue grüne Wiesen zu führen. Offensichtlich fehlt Marchand das grundlegende Management-Know-how, um einen Turnaround erfolgreich zu bewerkstelligen.