Fakten, Meinungen & Visionen für eine schweizerische Medienpolitik im 21. Jahrhundert

Im Fokus:

→ Ein Plan B für die SRG nach No-Billag
  1. Die SRG braucht (nur) ein neues Inkasso-Modell
  2. Die SRG bleibt schweizerisch und sendet in allen Landesgegenden
  3. Die SRG strafft ihr Angebot so, dass sie wachsen kann
  4. Die SRG ändert ihre Strukturen so, dass sie an der Börse Kapital beschaffen kann
  5. Eine neue Medienpolitik schafft geeignete Rahmenbedingungen

→ NZZ-Artikel «No Billag» heisst «Yes, SRG»
  • Service public ohne Mediensteuer
  • Ein privates Gebührenmodell
    mittels Pay-TV

→ Grundsätze für eine Medienordnung im 21. Jahrhundert
  1. Eigenverantwortliche Kommunikation
  2. Privatwirtschaftliche Medienunternehmen
  3. Infrastruktur als Staatsaufgabe

CNN sagt: SRG ist kein nationales Medium -- und hat Recht

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In einem Interview in der Bilanz äussert sich Andrew Morse, Leiter 
internationale Partnerschaften bei CNN, zum Markteintritt von CNNMoney in der Schweiz. Darin sagt er: ... in der Schweiz gibt es keine landesweiten Medien". Zwar behauptet die SRG immer wieder, als nationales Medienunternehmen für den Zusammenhalt ("Kohäsion") in der Schweiz unabdingbar zu sein. Doch der Blick des Amerikaners auf die Schweiz stimmt. Was die SRG bietet, sind sprachregionale Angebote, die keine nationale Dimension haben. Damit trägt der Staatssender nicht der Kohäsion, sondern der Segregation bei.

Andere Medienhäuser haben sich mit ihren Beteiligungen d'Outre-Sarine nie zu solchen Verklärung verstiegen. Tamedia nicht mit 20Minuten, 24 Heures oder Le Matin, Ringier nicht etwa mit L'Hebdo oder mit Le Temps. Das CNN-Angebot wird somit tatsächlich das erste wahrhaft nationale Medienangebot in der Schweiz werden -- auf Englisch. Und mit wie vielen schweizerischen Inhalten bleibt abzuwarten. Gerade die SRG hätte die Chance, das besser zu machen. Mit wahrhaft mehrsprachigen Programmen, wie es sie im Grenzgebiet der USA zu Mexiko gibt, wo Moderatoren oft mitten im Satz von Englisch auf Spanisch und wieder zurück wechseln. Eine solch lebhafte Mehrsprachigkeit wäre ein neuer Impuls für das Schweizerische Selbstverständnis. Die Debatten um Frühfranzösisch würden überflüssig... Solches kann nur entstehen, wenn die SRG herausgefordert wird, sich neu zu erfinden. Die No-Billag-Initiative bietet dazu eine Chance.
Es ist wichtig, die Fake-News der SRG als solche zu erkennen, richtig zu stellen und zurück zu weisen. Gerade der Staatssender sollte immerhin bei der Eigendarstellung aufrichtig sein.
by-nc-sa
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