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SRG-Präsi liegt falsch: No-Billag bedroht nicht das Geschäftsmodell der SRG, sondern hilft in eine erfolgreiche Zukunft

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Nein, die No-Billag-Initiative gefährdet nicht das Geschäftsmodell der SRG, auch wenn deren Präsident, Jean-Michel Cina, das am SwissMediaForum so gesagt hat. Wird die Initiative angenommen, kann und wird die SRG weiterhin audio-visuelle Inhalte und Programme herstellen und diese bei Konsumenten gegen Entgelt verbreiten. Das ist ihr Geschäftsmodell. Was ändert, ist das Vorgehen beim Inkasso. Anstatt per staatlicher Zwangsgebühren wie bisher wird die SRG hier neue, gerechtere und flexiblere Lösungen finden müssen. Wie wir in unserem Artikel in der NZZ dargelegt haben, kann dies einfach mit Pay-TV-Modellen erreicht werden.
Hier hilft die gute Verkabelung in der Schweiz, wo Swisscom-TV und die Kabelnetzbetreiber, vorab UPC, zusammen auf eine Reichweite von über 90 Prozent kommen. Der SRG muss es nur gelingen, dass ihre Programme im Bündel mit dem Grundangebot der Telecom-Anbieter verkauft werden. Wer weiterhin «den Schweizer» schauen will, bezahlt einfach eine höhere Monatsgebühr für seinen Anschluss. Vielen Konsumenten wird das einleuchten und die SRG wird keinen massiven Kundenverlust hinnehmen müssen. Im Gegenteil: Gelingt ihr eine erfolgreiche Produktgestaltung, kann sie sogar wachsen -- und das aus eigener Kraft, weil am Markt verdient!
by-nc-sa
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